Bürgerstiftung nimmt die Arbeit auf

Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek übergibt Annerkennungsurkunde

Die “Lizenz zum Anstiften” hat seit gestern die Bürgerstiftung Ascheberg. Mit der Übergabe der Anerkennungsurkunde machte Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek am Nachmittag im Bürgerforum offiziell, was 2007 auf Anregung der CDU-Fraktion seinen Anfang genommen hat und seit Juni 2009 vom Rat beschlossene Sache ist.

Der RP übergab das Dokument im Beisein von Bürgermeister Dr. Bert Risthaus an dessen Vorgänger Dieter Emthaus. Als Vorstandsmitglied der Stiftung nahm dieser die offizielle Anerkennung stellvertretend für Gründungsstifter, Vorstand und Stiftungsrat entgegen: “Ein Meilenstein ist erreicht”, sagte er. Es sei ihm ein besonderes Anliegen, diese Form des bürgerschaftlichen Engagements für die eigene Gemeinde zu würdigen, betonte Paziorek. “Ohne Ehrenamt wären die Kommunen viel ärmer”, bedankte er sich bei den Ehepaaren Klaas und Dabbelt, der Sparkasse Westmünsterland, der PSD-Bank Westfalen-Lippe und der Gemeinde Ascheberg, als Gründungsstifter.

Und weil es gerade in der jetzigen Zeit wichtig sei, die Aufgaben vor Ort anzugehen, warb der Regierungspräsident für die Bürgerstiftung, von denen es im hiesigen Regierungsbezirk noch nicht so viele gebe. “Sie gehören hier zu den Eisbrechern”, sagte er und hoffte, dass die aktuell 64.000 Euro Stiftungskapital (Gründungskapital 52.000 Euro) bald von weiteren Zustiftern erhöht werden. Schon vor dem eigentlichen Festakt hatten sich Risthaus und Fachbereichsleiter Alexander Ruhe an die Gäste gewandt, beziehungsweise einige Fragen aus der Runde beantwortet. Die offizielle Anerkennung wurde im Bürgerforum nicht zuletzt als Aufbruchzeichen gewertet. Ob im persönlichen Gespräch, mit Flyer, Internetauftritt oder anderen Marketing-Aktionen soll verstärkt geworben werden.

Die Bürgerstiftung kann man sowohl mit einer Zustiftung für das Stammkapital, als auch mit Spenden unterstützen. Die Spenden fließen nicht in das Grundkapital ein und werden zeitnah für die Sitftungszwecke ausgegeben. Möglich ist es ferner, sich mit einer Unterstiftung, die den Namen des Stifters trägt, zu beteiligen. Die Bürgerstiftung fördert Bildung und Erziehung, Jugend- und Altenhilfe, Sport, Kultur udn Denkmalpflege, Umwelt- und Naturschutz, Landschaftspflege, Heimatpflege und öffentliche Gesundheitspflege.

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